Evangelisch-Lutherische Kirche in Zwönitz

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Spruch für Dezember 2016

Meine Seele wartet auf den HERRN mehr als die Wächter auf den Morgen.

(Ps. 130,6)

Adventszeit ist Wartezeit. Mit den vier Adventssonntagen und den Traditionen der Adventszeit geben wir dieser Zeit eine Struktur und gestalten das Warten. Ich denke an den Adventskranz und an die Lichter darauf. Wenn sie immer mehr werden und wenn es damit heller wird,  zeigen sie uns an, dass „die Finsternis vergeht und das wahre Licht jetzt erscheint.“ (1.Joh.2,8 - Spruch für das Epiphaniasfest).
Warten Sie gern? Auf die angekündigte Paketsendung oder im Wartezimmer beim Arzt? Oder wenn man in der Nacht nicht gut schlafen kann, dass es endlich morgen wird? Der Dezemberspruch aus Psalm 130 spricht das sehnsüchtige Warten an. Gottes Hilfe kommt offensichtlich nicht gleich. Gottes Antwort auf mein Gebet lässt lange auf sich warten. Sieht er meine Not nicht? Mich tröstet, dass auch die Gläubigen in der Bibel diese Erfahrung des Wartens machen müssen, die manchmal zermürbend ist. Und trotzdem bedeutet es nicht, dass uns Gott vergessen würde. Wir warten auf Gott, auf seine Hilfe, seine Nähe und manchmal auch auf seine Wunder. Mehr als die Wächter auf den Morgen warten - die Sehnsucht gehört zum Warten dazu. Warten können und sich sehnen müssen sind Erfahrungen, die wir heute gern umgehen möchten. Der Versandhändler wirbt mit seinem Premium-Dienst „Heute bestellt und morgen schon da“. Wenn man länger warten muss, wird man schon ungeduldig und fragt, ob’s nicht etwas schneller geht. Aber das, wonach man sehnsüchtig wartet, wird einem damit zusätzlich wertvoll. Im Advent warten wir. Wir warten, dass wir die Geburt unseres Herrn feiern können. Wir warten, dass uns neu bewusst wird, Gott ist in Jesus bei uns und in unserem Leben. Wir warten natürlich auch, dass wir uns beschenken können, dass wir uns Freude bereiten können – dazu ist uns das Christfest ein schöner Anlass. Wir warten, dass es uns wieder einmal gesagt wird: Wir sind nicht allein mit unserem Schicksal, es gibt Erlösung und Hoffnung.
So wünsche ich Ihnen eine erfüllte Wartezeit in diesem neuen Monat Dezember. Und dass Sie ein frohes Christfest feiern können. Gott möge Sie erfahren lassen, dass er in Ihrem Leben sein möchte und er gebe Ihnen Mut und Hoffnung für das neue kommende Jahr.

 Wir wünschen Ihnen einen guten Dezember und grüßen Sie herzlich

D. Bankmann, Pfarrer